Geschichte des Projekts

Wie dieses Projekt entstand

1997 während einer privaten Haitireise zum Besuch von Projekten einer "Eine Welt"-Gruppe, der sie damals angehörte, lernte die gerade pensionierte Ärztin Dr. Barbara Höfler die unvorstellbare Not der Straßenkinder in Port-au-Prince kennen. Damals durfte sie während einer Nacht einen Salesianerpater zu den Schlafplätzen "seiner" Kinder begleiten. Er betreibt ein Projekt zur Re-sozialisierung von Straßenjungen.

   

Zurück in Europa beschloß sie, den Straßenkindern von Port-au-Prince für ein Jahr medizinisch zu helfen.

Sie versuchte, das notwendige Geld aus privaten Spenden aufzutreiben, denn große Organisationen waren nicht bereit, das geplante Projekt zu tragen oder auch nur zu unterstützen.

Schlange hinter der kleinen Ambulanz

Straßenkinder stehen Schlange hinter der kleinen Ambulanz

   

Die Vorbereitungszeit dauerte ein Jahr und wurde ausschließlich mit privaten Mitteln finanziert. Mit Hilfe eines Haitianers, der seit langem in Deutschland lebt, erlernte sie die kreolische Sprache und wurde an die fremde Kultur, an die fremde Mentalität herangeführt. Sie absolvierte Kurse in Tropenmedizin, und frischte ihre Kenntnisse in der kleinen Chirurgie auf. Eine zweite, sechswöchige Reise nach Haiti 1997 diente der Erkundung vor Ort. Inzwischen stand fest, daß sie das Projekt beginnen konnte, in Anlehnung an das Straßenkinderprojekt LAKAY des Salesianerpaters, mit dem sie die erste Nacht in den Straßen verbracht hatte. Im August 1998 begann das Projekt. Mit Hilfe der Mitarbeiter des Salesianerprojektes wurde sie in die Straßen eingeführt, machte Bekanntschaft mit den Kindern und lernte ihre Schlafplätze in oft sehr unwirtlichen, dunklen Gegenden kennen. Im ersten halben Jahr wurde sie bei ihren nächtlichen Fahrten regelmäßig von Erziehern von LAKAY begleitet. Für eineinhalb Jahre während der Zusammenarbeit mit den Salesianern und später mit einem haitianischen Straßenmädchenverein wurden die Heimflüge (nach halbjähriger Projektarbeit in Haiti) jeweils vom Senior Experten Service, SES, übernommen. Seit einem Jahr arbeitet Frau Dr. Höfler ganz auf sich gestellt. Wie eh und je nutzt sie ihren "Heimaturlaub" um das zur Weiterführung des Projekts nötige Geld aufzutreiben.